Butschi
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Die Geschichte von Butschi ist sehr traurig und deswegen möchte ich hier kurz das wenige erzählen, was mir bekannt ist:

In unseren Urlaubstagen vor dem Hirse-Treffen erreichte mich ein Anruf von dem Arbeitskollegen eines Kunden.
Die Eltern einer früheren Nachbarin, in Kiel lebend, wären verstorben und dort säße nun ein Nymphensittich, der untergebracht werden müsse. Ich habe spontan die Aufnahme zugesagt.

Der kleine Nymphie, namens Butschi, reiste dann bereits am 11. September an. Er kam in einem Käfig mit einer Grundfläche von 48 x 29 cm.
Butschi wurde den Leuten vor ca. 9 Jahren zugetragen und man hat ihn behalten, weil ihn niemand haben wollte.
In den 9 Jahren hat er den Käfig nicht verlassen, weil er angeblich nicht wollte.

Butschi durfte sein Quarantäne-Quartier in der Küche beziehen, damit ich ihn etwas beobachten konnte. Ich habe es nicht über's Herz gebracht, ihn in das Quarantäne-Bad abzuschieben.

Der Speiseplan von Butschi bestand hauptsächlich aus Knabberstangen. So lange diese Knabberstangen im Käfig waren, ist er kaum ans Futter gegangen.
Das Futter war eh sehr reich Sonnenblumenkernen.
Was mich aber aus den Socken gehauen hat, war eine Tüte mit Erdnüssen (Winterfutter für Meisen).

Butschi war sehr interessiert an seiner neuen Umgebung. Wie üblich wurde sofort eine Kotsammlung vorgenommen.
Butschi hat sich "die Strümpfchen" ausgezogen (= nackte Beinchen) - ein Flügel hängt etwas er ist nicht flugfähig).
Wir haben dann später noch die Ring-Nummer abgelesen und der Ring stammt aus dem Jahr 1994.

Nachdem das OK vom Doc kam, habe ich Butschi gleich in die Vogelpension gebracht. Der kleine Käfig passte in den Palace, wo momentan noch 3 andere Vermittlungs-Nymphen leben.
Er hat den Käfig nicht verlassen. Am nächsten Morgen habe ich eine Knabberstange auf die geöffnete Tür gelegt und als ich nach Hause kam, saß Butschi nicht mehr im Käfig.

Allerdings kletterte er noch recht unbeholfen auf den Ästen umher. Auf dem Ast ist seinem Käfig war er sicherer, obwohl der sich bewegte.
Aber er hatte schon den hängenden Futterspender gefunden und war dort fleissig am mampfen, was mich total gefreut hat.

Evtl. hat Butschi auch schon ein neues Zuhause in Aussicht, allerdings ist die letzte Entscheidung noch nicht gefallen; da es noch einen anderen Kandidaten gibt.


 

Das ist Butschis Story, erzählt von Petra (Peppies Vogelpension). Das zu Hause war dann ich. Nachdem mir im Mai Coco und im September Felix gestorben sind, habe ich mich entschlossen, ihn aufzunehmen. Ich habe mich aber auch spontan in ihn verliebt.

Er ist ein wenig schüchtern, das bleibt ja nicht aus.Er kommt auch nicht gerne raus. Aber mit den anderen Jungs kommt er super klar, und nachdem er zuerst nur auf der hintersten Stange in der Voli gesessen hat, hüpft er nun munter durch die Voliere. Ich komme erst jetzt dazu, ihm die Seite einzurichten. Am 24.4.2013 ist er das erste mal rausgekommen und hat ganz entspannt auf der Voliere gesessen mit den anderen. Fliegen kann er nicht und er ist dann auch runter. Er stürzt aber nicht ab sondern flattert zu Boden. Rein findet er nicht, aber ich habe mittlerweile rausgefunden, dass das kleine Käfigoberteil, mit dem ich auch Theo einfange, gut geeignet ist, ihn wieder in die Voliere zurückzusetzen.

 

Es ist der 7.6.2013. Butschi war heute draußen. Er ist auf mich draufgeklettert und auf meiner Hüfte sitzengeblieben. Er wird immer zutraulicher. Er hat sich dann später auf meinen Arm gesetzt und sich zur Voliere zurücktragen lassen.

Es ist so schön zu erleben, wie dieser kleine Kerl nach 9 Jahren Gefangenschaft immer mehr sein Leben zurückerobert.


 

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